Die Abbildungen dieser Seite entsprechen den Grafiken der Tafeln, die im Hain-Park platziert sind. Die in kursiv dagestellten Textabschnitte sind Abschriften von diesen Hain-Pulten. Siehe auch Seite "Medien".

Seltene Käferarten.

Hain-Pult: Käferarten

Hirschkäfer - Großer Eichen-/Heldbock und Eremit: Drei seltene, im und vom Holz lebende Käferarten.

Die alten Eichen im Hain bieten diesen vom Aussterben bedrohten Insekten beste Lebensbedingungen.

Seit dem Jahr 2002 ist der Bamberger Hain ein Schutzgebiet von europäischem Rang. Grund dafür sind nicht nur schützenswerte Lebensraumtypen (z.B. Reste einer Hartholzaue), sondern auch seltene Pflanzen- und Tierarten im Hain. Drei Käferarten kommt dabei eine besondere Bedeuung zu: Eremit (Osmoderma eremita), Hirschkäfer (Lucanus cervus) und Heldbock - sein zweiter Name "Großer Eichenbock" (Cerambyx cerdo).

Diese Käfer sind heute deshalb so selten, da vielerorts ihr ursprünglicher Lebensraum zerstört wurde. Im Bamberger Hain hingegen konnten sich seit Jahrhunderen viele Bäume, vor allen Eichen, ungestört zu imposanten und mächtigen Exemplaren entwickeln. Sie stellten heute einen unersetzlichen Wert für diese bemerkenswerten Käfer dar, die den größten Teil ihres Lebens als Larve und Puppe im Holz (xylobiont) verbringen.

Die Käferkundler - die Koleopterologen - bekommen mit der folgenden Studie den nachvollziehbaren Beweis, dass das Wirken für und von den Großkäfern im Hain-Park real ist. Bei dem beschaulichen Spaziergang am Tot-Holz vorbei gilt es sich bewusst zu machen: Das macht Sinn, denn da ist Leben drin...

Fledermäuse im Hain.

Hain-Pult: Fledermäuse

Auch in der Nacht herrscht Leben im Park.

Fledermäuse sind nahzu weltweit verbreitet, sie kommen auf allen Kontienten der Erde mit Ausnahme der Antarktis vor. Da sie zum Überwintern und zur Fortpflanzung auf Höhlungen und Spalten angewiesen sind, finden sie im Hain bevorzugte Lebensräume.

Fledermäuse haben ihre Tagquartiere im Allgemeinen in Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern, in manchen von Baumrinde überwallten Stammrissen oder in Spalten hinter der Borke. Der reiche Altholzbestand des Bamberger Hains bietet Lebensräume für insgesamt 13 Fledermausarten. Er zählt damit - neben den Mainauen - zu den Hotspots der Artenvielfalt in der Stadt. Dabei handelt es sich um typische Fledermäuse des Waldes oder um Arten, die überwiegend in bebauten Bereichen vorkommen; dort nutzen sie Gebäudespalten oder auch die Hohlräume von Fassadenverkleidungen als Quartie zum Schlafen oder zur Aufzucht ihrer Jungen.

Wie Kartierungen der vergangenen Jahre zeigen, übt das Welterbe am Fluss eine magische Anziehungskraft auf Fledermäuse aus. Von den in Bayern lebenden 25 Arten wurden im Stadtgebiet rekorverdächtige 18 nachgewiesen. Zu den drei oben im Bild vorgestellten Arten (Zwergfledermaus - Pipistrellus pipistrellus) , Großer Abendsegler - Nyctalus noctula, Wasserfledermaus - Myotis daubentonii) gesellen sich im Hain die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii), das Braune (Plecotus auritus) und das Graue Langohr (Plecotus austriacus), die Große (Myotis brandtii) und die Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus), die Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus), die Nordfledermaus (Eptesicus nilssonii), der Kleine Abendsegler (Nyctalus leisleri), die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) sowie die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus).

Veröffentlichung im Rathaus-Journal der Stadt Bamberg:

Die Vogelwelt im Hain (1) - der Überblick.

Hain-Pult: Vogelwelt

Alte Bäume bieten verschiedensten Vogelarten eine Vielzahl von Lebensräumen.

Vor allem für Baumhöhlen bewohnende Vogelarten wie Kleiber, Baumläufer, Stare und Spechte bietet der Bamberger Hain eine Vielzahl von Lebensräumen mit günstigen Bedingungen.

Der Hain ist aus einem Eichen-Auwald hervorgegangen und konnte sich trotz vielfältiger Nutzung bis heute seine Naturnähe erhalten. Vor allem der umfangreiche Bestand an Altbäumen bietet heute bis zu 51 Vogelarten mannigfaltige Lebensräume. Dese artenreiche Vogelwelt trägt dazu bei, den Bamberger Hain zu einem Biotop von europäischem Rang zu machen.

Flächen mit alten Baumbeständen und dementsprechend umfangreichen Höhlungen sind überwiegend im Südteil des Bamberger Hains, dem Luisenhain zu finden. Besonders wertvoll sind Areale mit alten Eichen, die abgestorbene Kronenäste und tiefrissige Borken aufweisen. Zudem hält der artenreiche Baumbestand des Hains mit seinen Hainbuchen, Ulmen, Linden und Rotbuchen ein reichhaltiges Nahrungsangebot bereit. Aber auch die großen Wiesenbereiche bieten vielen Arten, wie beispielsweise dem Grünspecht, der sich überwiegend von Ameisen ernährt, einen reich gedeckten Tisch.

Um die Vogelbrut, insbesondere bodennah brütende Arten wie den Zaunkönig, zu schützen, gibt es im gesamten Haingebiet eine Anleinpflicht für Hunde in den Monaten März bis Juli.

Wenn auch schon in die Jahre gekommen: Die nachfolgende Kartierung der Brutvögel im Hain aus dem Jahre 2005 gibt den Ornithologie-Befassten wichtige Anhaltspunkte, den ökologischen Habit des Hain-Parks zu bewerten. Somit eine sinnvolle Literatur...

Die Vogelwelt im Hain (2) - ein Findungsprozess.

Mit seinem Teleobjektiv ist Heinrich (Heiner) Hoffmann im Hain-Park unterwegs - aber nicht nur dort. Von der im Hain gesichtete und beheimatete Fauna hat er die nachfolgenden Bilder aus seinem Archiv freigegeben - zur Veröffentlichung exklusiv für den Bürgerparkverein. Ein Danke-Schön von dieser Stelle aus.

Die nachfolgend präsentierten Vogelarten werden dem kenntnisreichen Ornithologen das eine oder andere seltene Exemplar zeigen. Es zeigt sich, dass der Hain-Park auch in diesem Bereich für Überraschungen gut ist.

Das Gartenamt Bamberg hat offiziell 52 Arten gezählt - siehe Vogelkartierung oben. Von Heiner Hoffmann sind 33 Vogelarten in jüngster Zeit authentisch im Hain fotografiert worden. Zu den unten genannten Vogelnamen erhalten Sie per "Klick" auf den Namen detaillierte Informationen zu der Vogelart.

Die Bildserie wird fortgesetzt, sobald die ein oder andere Vogelart entdeckt und fotografiert wird. Der Leser dieser Seite ist aufgerufen, eigenes Bildmaterial dem Verein zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Bitte senden Sie die Bilddatei an die Geschäftsstellenleitung Robert.Neuberth@stadt.bamberg.de

 

Bibliothek

*)   Im offiziellen Vogelkartierung von 1989 und 2006 zusätzlich genannt.
**) Im offiziellen Vogelkartierung von 1989 und 2006 nicht genannt.

Dohle *)

Elster *)

Fitis *)

Goldammer **)

Kormoran **)

Pirol *)

Stieglitz **)

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